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Was ist Mystik eigentlich?
So faszinierend der Begriff klingt, so schwer ist er festzumachen. Der Theologe Volker Leppin hat mit «Ruhen in Gott» kürzlich eine Geschichte der christlichen Mystik herausgegeben, worin er acht Kennzeichen dieser Art von Religiosität definiert:

  1. Es gibt eine Erfahrung unmittelbarer Gottesnähe
  2. Momenthaftigkeit dieser Erfahrung
  3. Betonung der geistigen Wirklichkeit Gottes
  4. Es ist eine innerliche, nicht äusserliche Begegnung
  5. Vorwegnahme der himmlischen Nähe Gottes im Diesseits
  6. Eigene Identität muss verändert oder sogar aufgehoben werden, damit Nähe zu Gott möglich wird
  7. Erfahrungen und der Weg dorthin werden reflektiert
  8. Ihr Kern ist aber sprachlich/kognitiv nicht vollständig fassbar

Das Zentrale an der Mystik ist eine Erfahrung der Nähe oder sogar Einheit mit Gott. Sie nimmt für einen Augenblick das vorweg, was viele sich unter dem «Himmel» erhoffen. Um diesen einen Moment dreht sich alles.

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